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Berlin – Mosambik – RETOUR

Erstens: diese Innovationskraft ist bemerkenswert! Zweitens: gut zu wissen, wenn man den Texaid-Sack wieder einmal füllt bis er fast überquillt. Und drittens: diese Idee steht für jung, feminin, kosmopolitisch!

Es ist eine Weile her, seit der Artikel erschienen ist. Ich hab‘ ihn aufbewahrt – gute Ideen soll man teilen!

Im 2012 importierte Afrika für mehr als eine Milliarde Dollar Altkleidung aus Industriestaaten. Diese werden von Hilfsorganisationen teilweise weiterverkauft, um den Erlös wieder in ihr Hilfsprojekte zu investieren. Was nicht verkauft werden kann, wird auf dem Müll verbrannt. Recycling ist in Mosambik noch ein Fremdwort. In vielen Ländern kann deshalb keine lokale Textilindustrie daneben bestehen; zugleich geben die importierten Kleider den Einheimischen aber Arbeit, wie den beiden Designerinnen im Artikel, deren Idee Eindruck macht: „Viele Kleider werden in Billiglohnländern gefertigt, eine Saison lang in den Industriestaaten getragen und dann nach Afrika abgeschoben“, sagt Nelly. „Es kann doch nicht sein, dass Mosambik als Müllkippe der Welt betrachtet wird.“ Deshalb will „Mima-te“ diese Altkleider als neues Produkt wieder auf den Markt bringen. Europäerinnen stehen auf den Vintage-Look und das Recycling-Konzept.“. Allein durch Mund-Propaganda haben die Zwillinge gleich im ersten Jahr rund 60 Kleider verkauft. Dank sozialen Netzwerken sind ihre Verkäufe sprunghaft angestiegen.

goo.gl/ZhmBdV

 

Foto von Sarah Rubensdörfer

 

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